Digitale Medien in Studium und Lehre

Didaktischer Mehrwert von E-Learning

Beat Mürner • Montag, 26.03.2012Keine Kommentare

Als entscheidendes Kriterium für den Einsatz von E-Learning-Angeboten betrachten Experten den didaktischen Mehrwert, der damit in Verbindung gebracht wird. Ohne wahrnehmbaren studienbezogenen Nutzen stossen E-Learning-Szenarien bei den knapp bemessenen Zeitressourcen des Bologna-Prozesses bei Studierenden und Dozierenden auf wenig Akzeptanz. Wird die Sichtweise Studierender eingenommen, besteht der didaktische Mehrwert von E-Learning vor allem in einer höheren Flexibilität in der Organisation von Lernprozessen, häufig wird auch die Unterstützung des selbstgesteuerten Lernens genannt (Kleimann und Wannemacher 2004).

Didaktischer und strategischer Mehrwert von E-Learning

In Studien und Evaluationen finden sich die im Folgenden zusammengestellten Faktoren der Medienverwendung, denen ein besonderer didaktischer Mehrwert zugeschrieben wird, und die eine Modernisierung der Lehre im Sinne der Bologna-Richtlinien unterstützen:

  • Förderung der Realisierung der Bologna-Richtlinien im Hinblick auf Qualitätssicherung, Bedeutung der sozialen Dimension, lebenslanges und studierendenzentriertes Lernen, Beschäftigungsfähigkeit, Mobilität.
  • Qualitätssicherung der Lehre bei steigenden Teilnehmendenzahlen, Anzahl Veranstaltungen, Raumknappheit. Bei hohen Teilnehmendenzahlen kommt man z.B. kaum umhin, E-Learning zu nutzen.
  • Vermittlung von Schlüsselkompetenzen im Umgang mit neuen Medien. Kompetenzen zum kooperativen Selbstlernen als Voraussetzung für lebenslanges Lernen. Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit.
  • Profilierung der Hochschulefür Soziale Arbeit FHNW als innovative Lehr- und Forschungsinstitution erhöht dieWettbewerbsfähigkeit im gemeinsamen Europäischen Hochschulraum.
  • Flexibilität bezüglich Zeit, Ort, Geschwindigkeit und Inhalt des Lernens. Diversität der Studierenden in unterschiedlichen Lebenssituationen. E-Learning kann flexibler auf individiuelle Bedürfnisse eingehen als herkömmlicher Unterricht.
  • Erleichtert Entwicklung von Teilzeitstudiengängen. Fördert Chancengleichheit durch Ausweitung des Hochschulzugangs auf Studierende mit sozialen und beruflichen Verpflichtungen oder handicapierte Teilnehmende.
  • Entwicklung neuer und innovativer Studienformen im Rahmen der Modernisierung der Lehre. Fördert studierendenzentriertes und selbstgesteuertes Lernen.
  • Bessere Betreuung von Studierenden im Selbststudium im Hinblick auf das neue Rollenverständnis von Lehrpersonen und bei überlasteten Veranstaltungen.
  • Unterstützung der vielfältigen Kommunikations- und Interaktionsprozesse zwischen Dozierenden und Studierenden in modernen Lehr-/Lernarrangements.
  • Lernplattformen für Weiterbildung und lebenslanges Lernen. Unterstützung vielfältiger Lernprozesse im Lebenslauf durch flexible Lernszenarien/Lerninstrumente wie z.B. das E-Portfolio.
  • Unterstützung virtueller Mobilität und Internationalisierung im gemeinsamen Europäischen Hochschulraum.
  • Effizienter Umgang mit Lehr-/Lernressourcen. Diese können wiederverwertet und weitergegeben werden. Unterstützung offener Lernressourcen.
  • Evaluierung und Berücksichtigung der Erwartungen von Studierenden und Dozierenden in Bezug auf die Verwendung neuer Lerntechnologien.
  • Möglichkeit, umfangreiche und ergänzende Wissensressourcen bereitzustellen.
  • Wirklichkeitsnahe Übungsformen (Simulationen, Visualisierungen, Animationen).
  • Unterstützung des Qualitätsmanagementsystems der Hochschule.

Literatur

     
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